Die Turnier- und Spielregeln

POKALICIOUS wird nach möglichst vielen Richtlinien des international gültigen, offiziellen und aktuellen FIFA Futsal-Regelwerks ausgespielt.

 

Aufgrund der begrenzten Spielzeit, die in der Natur eines eintägigen Turniers liegt, mussten manche Regeln etwas angepasst werden. Dennoch bleibt der Charakter eines typischen Futsal-Spiels auch in dieser verkürzten und leicht modifizierten Version für Spieler und Zuschauer erhalten.

 

Wer sich für das Gesamtregelwerk des Futsals interessiert, der kann es sich hier anschauen.

 

Sollten sich Fragen zu den Regeln ergeben haben, stehen wir euch gerne beratend zur Seite - Sprecht bzw. schreibt uns an.

POKALICIOUS 2016: Der Turnier-Modus

Der Modus orientiert sich am Spielplan für POKALICIOUS 2016.

Modus der Vorrunde

Die Vorrunde wird im Stil einer Liga gespielt, also trifft jede Mannschaft einmal auf jede andere. Die beiden Erstplatzierten der Tabelle qualifizieren sich in der Finalrunde für das Finale. Die übrigen Mannschaften bestreiten in der Finalrunde Platzierungsspiele. Bei Punktgleichheit nach den Gruppenspielen zwischen zwei oder mehr Mannschaften entscheidet zunächst der direkte Vergleich über die letztliche Platzierung in der Tabelle. Wenn der direkte Vergleich unentschieden war, zählt die Tordifferenz, danach die Zahl der geschossenen Tore, dann die Zahl der Gegentore. Sollte der Stand bei all diesen Punkten gleich sein, entscheidet ein 6-Meter-Schießen. Die punktgleichen Teams stellen dazu jeweils 3 Schützen.

 

Modus der Finalrunde

Steht es im Finale oder in einem der Platzierungsspiele nach den 1x10 Minuten Nettospielzeit noch Unentschieden, wird das Spiel um 1x3 Minuten Nettospielzeit verlängert. In dieser Verlängerung wird nach dem "Sudden Death".Prinzip gespielt: Die Mannschaft, die das erste Tor erzielt, gewinnt die Partie. Steht es nach der Verlängerung weiterhin Unentschieden, wird das Spiel im 6-Meter-Schießen entschieden. Dazu stellen beide Teams jeweils 3 Schützen.

 

(futsalicious essen, 24.06.2016)

POKALICIOUS: Die angepassten Futsal-Spielregeln

  • Das Spielfeld ist so groß wie ein Handballfeld.
  • Die Tore sind so groß wie Handballtore.
  • Der Spielball hat Größe 4, ist mit weniger Luftdruck befüllt und dadurch sprungreduziert.
  • Das Spiel wird von zwei Schiedsrichtern auf dem Feld bzw. an den beiden Seitenlinien, einem Zeitnehmer und einem Schreiber am Zeitnehmertisch geleitet.
  • Gespielt wird mit Seiten- und Toraus, also ohne Bande.
  • Es gibt kein Abseits.
  • Der Strafraum entspricht dem 6-Meter-Kreis beim Handball.
  • Eine Mannschaft besteht aus 4 Feldspielern und 1 Torwart.
  • Ein Mannschaftskader pro Spiel besteht aus maximal 15 Spielern, inkl. Torhüter.
  • Es darf fliegend gewechselt werden. Es muss immer zuerst der auszuwechselnde Spieler vom Feld gehen bevor der eingewechselte das Feld betritt.
  • Die Auswechselspieler müssen während des Spiels farbige Leibchen tragen oder über den Oberkörper gelegt haben. Die Ein- und Auswechselung ist mit der Übergabe der Leibchen zwischen den wechselnden Spielern vollzogen.
  • Es gibt eine markierte Wechselzone vor jeder Bank, die zwingend beachtet werden muss. Nur innerhalb dieser Zone dürfen Spieler zum Wechsel vom oder auf das Feld gehen. Wechsel außerhalb der Wechselzone oder zu viele Spieler auf dem Feld haben eine Spielunterbrechung und eine Gelbe Karte zur Folge. 
  • Jedes Spiel hat bei POKALICIOUS eine Nettospielzeit von 1 x 10 Minuten netto, d.h. der Zeitnehmer stoppt die Uhr bei jeder Spielunterbrechung (Seitenaus, Standardsituationen etc.). Die Spielzeit entspricht, je nach tatsächlichem Spielverlauf, rund 20 Minuten brutto.
  • Überquert der Ball die Seitenlinie, wird das Spiel per Einkick fortgesetzt. Beim Einkick muss der Ball auf der Auslinie ruhen. Der ausführende Spieler muss bis zur Ausführung mit beiden Füßen hinter der Linie stehen. 
  • Trifft der Ball die Hallendecke, wird das Spiel mit einem Einkick für das Team fortgesetzt, das nicht für den Deckentreffer verantwortlich war.
  • Eckstöße werden entsprechend der Fußballregeln gehandhabt.
  • Bei den meisten Standardsituationen (Freistöße, Eckstöße, Einkicks, Mittelanstöße) haben die Spieler der gegnerischen Mannschaft einen Mindestabstand von 5 Metern zum Ball zu halten. 
  • Für die Ausführung von Standardsituationen (Freistöße, Eckstöße, Einkicks, Torabschläge, Strafstöße, Mittelanstöße) hat jeder Spieler immer nur 4 Sekunden Zeit (die Schiedsrichter zählen mit ihren Fingern für alle sichtbar mit). Beim Torwart zählt diese Zeit sowohl wenn er den Ball in Hand als auch wenn er ihn am Fuß führt.
  • Der Torwart darf Abwürfe und Abschläge über die Mittellinie machen und sich als fünfter Feldspieler in die Angriffe jenseits der Mittellinie einschalten. Torhüter dürfen, wie beim Handball, ebenfalls fliegend gewechselt werden.
  • Verschärfte Rückpassregel: Der Torwart darf pro Spielzug in der eigenen Hälfte nur einmal angespielt werden. Den Ball darf er dann nur 4 Sekunden führen. Er darf den Ball erst dann wieder zugespielt bekommen, wenn zuvor ein gegnerischer Spieler den Ball berührt hat - oder wenn er selbst offensiv als fünfter Feldspieler in die gegnerische Hälfte geht.
  • Wird ein anderer Spieler als der Torhüter als "flying goalkeeper" eingesetzt, muss er mit einem Leibchen gekennzeichnet werden, das sich von den Trikotfarben der Spieler beider Mannschaften, der Ersatzspieler und der Schiedsrichter unterscheidet.
  • Es gibt die Möglichkeit, pro Team pro Spiel eine Auszeit ("Time Out") von einer Gesamtdauer von 1 Minute zu nehmen. Das Time-Out muss vom Trainer frühzeitig beim Schiedsrichter/ Zeitnehmertisch beantragt werden. Durchgeführt wird es dann erst bei der nächstmöglichen Spielunterbrechung mit eigenem Ballbesitz für die Antrag stellende Mannschaft.
  • Nach einem Torerfolg wird das Spiel mit einem Mittelanstoß fortgesetzt. Dabei muss der Ball zunächst in die gegnerische Hälfte gespielt werden.
  • Der Mittelanstoß kann aber auch mit einem so genannten "Fair Kick" ausgeführt werden. Dabei spielt die ballbesitzende Mannschaft den Ball zum Gegner, der ihn zurückspielt bevor das Spiel fortgeführt wird. 
  • Grätschen und andere Sliding Tacklings gegen den Mann sind verboten und werden mit einem kumulierten Foulspiel geahndet. Grätschen/Slidings sind lediglich erlaubt, wenn man mit Abstand zum Gegenspieler den Ball/einen Schuss blockiert. 
  • Alle kumulierten Foulspiele, die einen Freistoß nach sich ziehen, werden dem gesamten Team des Verursachers angelastet.
  • Jedes Team darf bei POKALICIOUS, abweichend von den offiziellen Regeln, maximal 3 Teamfouls begehen. Beim 4. Teamfoul und für jedes weitere erhält die Mannschaft des Gefoulten einen Freistoß ohne Mauer von der 10-Meter-Marke. Der Schiedsrichter darf aber den Austragungsort nach seinem Ermessen auch näher an das Tor, maximal bis zur 6-Meter-Linie, verlegen. Bei diesem Freistoß von der 10-Meter-Marke darf sich der Torwart vor der Ausführung von der Torlinie bis zur 3-Meter-Marke im Strafraum bewegen, um ggf. den Winkel zu verkürzen. Geschieht das 4. Teamfoul innerhalb des eigenen Strafraums, wird der fällige Freistoß als Strafstoß von der 6-Meter-Marke ausgeführt.
  • Foulspiele im Strafraum werden mit einem Strafstoß von der 6-Meter-Marke geahndet. Dies gilt auch, wenn ein Foul im Strafraum begangen wurde und das Verursacherteam dadurch sein 4. (oder weiteres) Teamfoul begangen hat. Der Torwart darf die Torlinie beim 6-Meter nicht verlassen.
  • Es gibt persönliche Verwarnungen und Strafen gegen Spieler, die wiederholt gegen Foulspiel- und Fairness-Regeln verstoßen (Gelbe, Gelb-Rote und Rote Karten).
  • Gelbe Karten werden bei POKALICIOUS, entgegen der offiziellen Spielregeln, aufgerechnet: Erhält ein Spieler im Turnierverlauf zwei Gelbe Karten, ist er für das folgende Spiel seiner Mannschaft gesperrt.
  • Erhält ein Spieler eine Gelb-Rote oder Rote Karte, muss sein Team für die folgenden 2 Spielminuten (netto) in Unterzahl weiterspielen. Nach diesen 2 Minuten oder wenn die gegnerische Mannschaft ein Tor erzielt, darf das in Unterzahl spielende Team auf dem Feld komplettiert werden. Der Zeitnehmer gibt das Signal rechtzeitig an Schiedsrichter und betreffende Mannschaft weiter.
  • Der mit Gelb-Rot oder Rot vom Platz gestellte Spieler darf für das aktuelle Spiel nicht mehr eingesetzt werden und muss im Zuschauerraum Platz nehmen.
  • Bei einer Gelb-Roten Karte darf der Spieler für mindestens ein weiteres Spiel nicht eingesetzt werden.
  • Bei einer Roten Karte darf der Spieler für mindestens zwei weitere Spiele oder, bei besonders schweren Vergehen, auch für den gesamten restlichen Turnierverlauf nicht mehr eingesetzt werden.
  • Beim Futsal gibt es keine Zeitstrafen.

 

(futsalicious essen, 24.06.2016)

Das macht Futsal aus

Futsal ist perfekt auf die Halle abgestimmtes Fußballspiel:

Das Reglement des Futsal ist die beste Wahl, wenn man Fußball effektiv in einer Sporthalle so umsetzen will, dass er dem Spiel auf dem Rasen ähnlich ist. Seiten- und Toraus, ein dem Untergrund angepasster Ball, der Spielfeldgröße angepasste Tore und Regeln, die zu jeder Zeit das FußballSPIEL fördert und den puren FußballKAMPF auf das Nötigste reduziert.

 

Futsal ist besonders fair:

Durch Härte kann keine spielerische Schwäche wettgemacht werden. Es gibt strenge und klare Foulregeln, Futsal ist aber kein „körperloses“ Spiel. Es gibt keine unfaire Zeitschinderei durch übertriebene Theatralik bei Foulspielen, betont langsame Ausführung von Standards, zeitraubende Diskussionen oder durch Ballwegschlagen.

 

Futsal ist besonders schnell:

Das beständig hohe Tempo durch die Nettospielzeit fördert und erfordert rasante Balltechnik, hohe taktische Konzentration und blitzschnelles Entscheidungsdenken, sowie schnelles und ständiges  Umschalten zwischen Offensive und Defensive und ein ausgeprägtes Feingefühl jedes Spielers für situationsbedingtes Positionsspiel auf vielen Positionen.

 

Futsal ist besonders intensiv:

Futsal ist ein Laufsport. Trotz der verhältnismäßig kurzen Nettospielzeit auf dem Papier fordert das Spiel den Aktiven ähnlich stark wie der Fußball auf dem Rasen. Es kommt ständig zu spielentscheidenden Situationen, Positions-, Formations-, Rhythmus- und Richtungswechseln. Von allen Spielern wird ein sehr hohes Maß an Konzentration, Technik, Bewegungsfähigkeit & Kondition gefordert.

 

Futsal ist besonders spannend:

Als echter Thriller für Zuschauer bietet Futsal durch die geringe Größe des Spielfeldes ständig Torraumszenen und ein unablässiges Auf und Ab, ähnlich wie beim Handball, Basketball oder Eishockey. Verbunden mit vielen Toren und einem stets möglichen Umschlagen der Vorteile für beide Teams bleibt Futsal über die gesamte Spieldauer spannend.

 

Futsal ist ein wichtiger Teil der Fußballausbildung der Jugend:

Futsal eignet sich hervorragend zur tschnischen und taktischen Heranführung und Ausbildung von Kindern im frühen Schulalter, wie durch sportwissenschaftliche Studien in Deutschland und weltweit mehrfach nachgewiesen wurde.

 

Futsal ist perfektioniertes Teamwork:

Kein Bankdrücken, sondern fliegende Wechsel: Jeder Spieler wird möglichst umfassend auf vielen Positionen ausgebildet bzw. muss möglichst umfassend ausgebildet sein. Jeder Spieler bekommt sehr viel Einsatzzeit auf vielen Positionen. Trotz der hohen technischen und taktischen Anforderungen und Fähigkeiten der Futsal-Spieler ist auch hier ohne Teamgeist nichts zu gewinnen.

 

Futsal fordert und fördert:

Selbst für gänzlich fußballunerfahrene Neulinge ist Futsal überdurchschnittlich schnell zu erlernen. Spielunerfahrene lassen sich deutlich leichter und trotzdem produktiv in ein Team integrieren.

 

Futsal ist wetterunabhängig:

Das Spiel mit dem kleineren und sprungreduzierten Ball wird ausschließlich in Sporthallen gespielt. Durch diese Unabhängigkeit von gutem Wetter kann eine regelmäßige Durchführung der Spiele in jeder Spielklasse gewährleistet werden. Auch für die Zuschauer ist es angenehmer rasanten fußballbasierten Sport ohne Frieren und Nassregnen erleben zu können.

 

(futsalicious essen, 13.01.2014)

Allgemeine Regeln und Bestimmungen

FVN Richtlinien für Fußballspiele in der Halle (Futsal)
Quelle: Fußballverband Niederrhein e.V.
(gültig ab 01.08.2015)
RichtlinienFussballspieleHalle_k.pdf
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Allgemeine Spielordnung des WFLV (SpO)
Quelle: http://www.wflv.de/downloads/wflv-spielordnung.pdf (Versionsstand: 20.09.2013)
20_09_2013-wflv-spielordnung.pdf
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DFB Richtlinien für Fußballspiele in der Halle (Futsal-Richtlinien)
Quelle: DFB Offizielle Mitteilungen Nr. 5, 31.10.2014, Seite 3
http://www.wflv.de/downloads/futsal_richtlinien01012015.pdf
(Stand: 31.10.2014, gültig ab 01.01.2015)
10_11_2014-futsal_richtlinien01012015.pd
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Offizielle FIFA Futsal-Spielregeln 2014/15 (Deutsche Komplettversion)
Quelle: http://de.fifa.com/mm/document/footballdevelopment/refereeing/51/44/50/lawsofthegamefutsal2014_15_dneu_german.pdf (Versionsstand: 02.07.2014)
lawsofthegamefutsal2014_15_dneu_german.p
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Futsalicious Essen e.V.

präsentiert:

 

POKALICIOUS 2016

 am Sa., 25.06.2016,

von 10 bis 18 Uhr

in Essen / NRW

Sporthalle


Für Zuschauer:
Eintritt FREI!

Pokalicious 2015 in Essen Facebook-Event

 POKALICIOUS 2016
mit freundlicher Unterstützung von: